LEADER-Projekt "Na-Tür-lich Dorf"

Kooperation und Vernetzung auf allen Ebenen

  • Laufzeit: 01.05.2020 bis 30.03.2023
  • Förderkulisse LEADER-Region Eifel
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Steingarten

Kein Lebensraum für einheimische Arten

Garten

Vielfältige Gartenlandschaften

Grünflächengestaltung im Dorf

Grünflächengestaltung im Dorf

LEADER Region Eifel in der StädteRegion Aachen (gelb)

LEADER Region Eifel in der StädteRegion Aachen (gelb)

Wildwiesen innerorts

Wildwiesen innerorts

Vorbereitung einer Wildwiese

Vorbereitung einer Wildwiese

Bienenhotel induviduell gestaltet

Bienenhotel individuell gestaltet

Pflanzen eines Obstbaums

Pflanzen eines Obstbaums

LEADER -Projekt Na-Tür-lich Dorf

Kooperation auf allen Ebenen

Aufbauend aus den Erfahrungen des LEADER-Projektes DorfBioTop gehen vier Biologische Stationen in den LEADER-Regionen Eifel und Zülpicher Börde gemeinsame Wege bei der Beratung und Unterstützung zur naturnahen Gestaltung im Dorf. Hier werden Kräfte gebündelt um von- und miteinander zu lernen. Die Bildung von Netzwerken, die über das Projekt hinauswirken, ist eines unserer gemeinsamen Ziele.

 

Warum ein Naturschutzprojekt im Dorf?

Die Eifeldörfer haben sich verändert. Die meisten bäuerlichen Kleinbetriebe mit der weiträumigen Beschaulichkeit der Höfe und ihren großen Grünflächen, den Obstwiesen, den Wiesen mit Viehhaltung und den Selbstversorgergärten sind aus den Dörfern verschwunden. Zahlreiche zwischenzeitliche „ungenutzte“ Flächen werden zunehmend von der sich verdichtenden Wohnbebauung und ihren Infrastrukturen, Straßen und Parkplätzen, in Anspruch genommen. In der Summe verringern sich die verbleibenden öffentlichen Grünflächen. Die häuslichen Gärten haben heute Nutzzwecke weitgehend verloren und dienen zum größten Teil nur noch der Zierde. Folgenschwer spielen damit bei der Gartengestaltung und der Grüngestaltung der Dorfinnenräume nachhaltige Kreisläufe und der Schutz der einheimischen Tier - und Pflanzenwelt keine Rolle mehr. Der kulturelle Verlust der dörflichen Selbstversorgerkultur, die Biotopvielfalt und der Vielfalt einheimischer Arten im Dorf ist vorprogrammiert.

 

Was ist zu tun?

Markus Gastl schreibt hierzu: „Die heutige Generation ist die erste Generation, die den ökologischen Kollaps erahnen kann, aber auch die letzte Generation, die etwas dagegen tun kann […] Deswegen ist es Zeit, das alte Wissen um die Zusammenhänge aufleben zu lassen, um im eigenen Garten wieder mit mehr Gartenverständnis in einer „Oase des Lebens“ zu wirtschaften."

 

Wie kann das Projekt dazu beitragen?

Wir möchten auf den verbliebenen Grünflächen, in den Gärten, Vorgärten und auf öffentlichen Flächen, natürliche Lebensräume für die einheimische Tier- und Pflanzenwelt in der orts- und landschaftstypischen Eigenart der Eifeldörfer erhalten, wiederherstellen und neu anlegen. Diese Grünflächen innerhalb der Dörfer können zu wichtigen Trittsteinen zwischen den wertvollen Biotopen im siedlungsfreien Umfeld werden und den einheimischen Arten ihre natürliche Ausbreitung ermöglichen. Besonders mit Blick auf den Klimawandel sind solche Ausweichsachse entlang eines Biotopverbundes von besonderer Bedeutung für das Überleben von Arten.

Wie können Sie sich bewerben?

Sie mailen uns Ihre Wünsche und Ideen. Wir melden uns dann zurück, um zu klären, wie wir Ihnen helfen können. Das von der Städteregion Aachen unterstützte und vom Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (LEADER) finanzierte Projekt wünscht sich ausdrücklich Ihre Vorschläge und auch Ihr persönliches Engagement. Die geschaffenen Flächen und Artenschutzmaßnahmen sollen über das Ende des Projektes möglichst langfristig erhalten bleiben. Deshalb bemühen wir uns ein nachhaltiges Netzwerk aus Akteuren zu schaffen, die durch ihre engagierte Arbeit das Überleben unserer einheimischen Tier- und Pflanzenwelt durch vielfache Trittsteine in den Dörfern ermöglichen.

 

Was leisten wir?

Wir bieten Ihnen unsere Unterstützung in Form von Beratung und Planung. Wir besorgen das entsprechende Saatgut und Pflanzgut und helfen Ihnen gegebenenfalls bei einer Beschilderung und der Pressearbeit, wenn Sie das wünschen. Beispielhafte Projekte finden Sie unterhalb in der Rubrik Projekte.

Im Rahmen der Projekt-Möglichkeiten werden Sachleistungen, die den Zielen des Projektes entsprechen, finanziert. Die finanzielle Unterstützung von kleinen Maßnahmen, wie das Aufhängen und Aufstellen von Nisthilfen oder Anlegen kleiner Wildwiesen, oder von größeren Projekten, wie der naturnahe Gestaltung ihres Gartens oder einer öffentlichen Grünfläche, beschränkt sich auf Fläche innerhalb der LEADER-Region Eifel (siehe Karte unterhalb). Das sind in der Städteregion Aachen, die Gemeinden Simmerath, und Roetgen, sowie die Stadt Monschau und der Eifelteil der Stadt Stolberg mit den Dörfern Gressenich, Mausbach (in Teilen), Dorff, Vicht, und Zweifall.

 

Ausgezeichnet

Die vier Kooperationspartnerinnen wurden am 25.11.2020 für Ihre Projektidee als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet.

https://www.undekade-biologischevielfalt.de/index.php?id=49&tx_lnv_pi1[wettbewerb]=3516&tx_lnv_pi1[action]=show&tx_lnv_pi1[controller]=Wettbewerb&no_cache=1 

Projektmaßnahmen

 

 

 

1 - Entwurf und Anlage von Hecken mit einheimischen Arten

2 - Anlage von Wildwiesen und Blühstreifen mit landschaftstypischem Saatgut

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3 - Anbringungen und Aufstellen von Nisthilfen für Insekten, Vögel, Fledermäuse, Kleinsäuger

 

 

 

 

4 - Erhaltung alter Nutzpflanzen, Obstbaumveredelung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5 - Öffentlichkeitsarbeit

Vortragsreihe im Frühjahr und Herbst online

 

Ihre Ansprechpartnerin: Dr.Henrike Körber - Di und Mi 8:00 Uhr bis 16:30 Uhr, Do 8:00 Uhr bis 14:00 Uhr

Ein LEADER Projekt der

Biologischen Station StädteRegion Aachen e.V.

 

Biologische Station

In Kooperation mit:

 

 

www.biostation-dueren.de

Gefördert durch:

„Europäischer Landwirtschaftsfons für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete unter Beteiligung des Landes Nordrhein-Westfalen“

 

http://ec.europa.eu/agriculture/rural-development-2014-2020/index_de.htm

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